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Der Tierheilpraxis Tipp: Headshaking

Die Behandlung der Trigeminus-Neuralgie mit TCM

Das Symptom Headshaking ist mittlerweile weit verbreitet und bei vielen Pferdebesitzern leider nur allzu gut bekannt. Pferde, die unter Headshaking leiden, schlagen “ wie der Begriff schon sagt “ stark mit dem Kopf. Ursache hierfür ist zumeist eine sogenannte Trigeminus-Neuralgie, d.h. ein Schmerz oder ein Kribbeln des 5. Gehirnnervs (Nervus trigeminus). Dies ist ein dreigeteilter Nerv, der unter anderem Augen, Ober- und Unterkiefer innerviert. Spürt das Pferd nun Schmerz oder Kribbeln in diesem Nerv, versucht es, dieses Gefühl durch Kopfschlagen loszuwerden “ so wie es das ja auch bei kitzelnden Mücken, die sich am Gesicht des Pferdes niederlassen, tut “ nur lässt sich der Nerv leider nicht einfach abschütteln. Dieses Kribbeln macht manche Pferde schlichtweg wahnsinnig. Stellen Sie sich vor, Sie haben ein permanentes Schmerzen und Kribbeln im Gesicht und können nichts dagegen tun! Da ist es naheliegend, dass ein solches Pferd aufgrund des unkontrollierten Schlagens vor allem für den Reiter eine große Gefahr darstellen kann.

Die TCM bietet hier tolle Möglichkeiten, dieses Nervenleiden zu kurieren. Zum Einen kann man den Nerv mit Akupunktur beruhigen und ablenken, zum Anderen gibt es die Möglichkeit durch chinesische Kräuter die Gereiztheit des Nerv zu beeinflussen.

Mittlerweile kursiert allerdings noch eine weitere Theorie für die Ursache des Headshaking. Diesmal hat es nichts mit Nerven zu tun, sonden mit dem Luftsack des Pferdes. Wir alle besitzen eine Verbindung zwischen Mittelohr und Nasenrachen, die sogenannte Eustachi-Röhre (Tuba auditiva). Beim Pferd hat sich diese Rühre allerdings zu einem großen Hohlraum ausgebreitet “ dem Luftsack (Diverticulum tubae auditivae). Dieser Hohlraum befindet sich im Schädel des Pferdes. In der Wand des Luftsacks verlaufen große Blut- und Lymphgefäße, die unter Umständen Ausschwitzungen von Flüssigkeiten in den Luftsack verursachen können. Diese Ausschwitzungen trocknen und kristallisieren mit der Zeit. Lässt sich nun ein solches krisatllisiertes Konkrement von der Wand ab, so liegt es lose im Luftsack und wird bei Bewegung hin- und hergeschleudert. Dies ist für das Pferd natürlich Ãußerst störend und kann auch ein Kopfschlagen nach sich ziehen. Der Luftsack kann allerdings endoskopisch untersucht werden, wodurch diese Ursache für Headshaking relativ einfach diagnostiziert bzw. ausgeschlossen werden kann.

© Tierheilpraxis Karina Kireth

Den Artikel finden Sie auch in der Zeitschrift Artgerecht. Er kann in der Pdf-Ausgabe des Magazins (Heft 2011/04) nachgelesen werden.

 

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